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Demonstration in Ingolstadt gegen Abschiebepolitik & Deklarierung der ''sicheren''Herkunftsstaaten



Wir sind am 04.03 in Ingolstadt gewesen und durften teil einer  300 köpfigen demonstration sein.Die Menschen forderten lautstark die Abschaffung von Abschiebelagern für bedingungsloses Bleiberecht und Bewegungsfreiheit.

Es solidarisierten sich verschiedene Generationen die demo 5 km lang in Vielfältigkeit durch Ingolstadt verlief. Menschen hielten reden um die Willkommens-Kultur mit konkreten Forderungen zu unterstreichen. 

Ein Großteil der Betroffenen aus den Abschiebelagern konnten an der demonstration nicht teilnehmen wurde 

traurigerweise verkündigt, die sofortige Abschiebung drohe wenn sie sich  an der demonstration mitbeteiligen.









Am späteren Abend gab es eine Vorstellung  von dem Dokumentar film THE AWAKENING & musikalischem Beitrag von K.A.G.E mit special guesst Dirty Gommorah ,zur Sensibilisierung zum Thema Abschiebepraxis und die darauf folgenden Auswirkungen. 


Hier der weitere verlauf der AKTIONSWOCHEN bis zum 14. März 2017



R.A.A in Bamberg Gegen Ausgrenzung & Abschiebelager

Am Mittwoch den 4. August haben wir uns auf den Weg nach Bamberg zum Protestcamp gemacht um 4 Tage lang vor Ort aktiv Hilfestellung zu leisten und uns ein eigenes Bild zur Situation um die Sammelabschiebungslager zu machen. Wir sind auf viel Solidarität gestoßen die aber leider eingeschränkt von der Staatsgewalt vor Ort  gewesen ist. Rund 500 Unterstützer/innen* protestierten lautstark vor dem Abschiebelager gegen die Abschiebepraktiken der Bundesregierung. Viele solidarische impulse wurden hör-, spür- und sichtbar. Aktivisten informierten Betroffene, die völlig verwirrt von der aktuellen Asylpolitik, beim Protest erschienen sind über die aktuelle Gesetzeslage, ihre Rechte als Flüchtlinge und die systematische Unterbindung des rechtlichen Beistands in diesen Unterkünften.   

Klick auf das Bild um die Petition für das Bleiberecht von Roma zu unterschreiben..!  

click auf das Bild um deine stimme für das Bleiberecht von Roma in form von einer digitalen Unterschrift zu erheben..!

Wir müssen die institutionelle Diskriminierung gegenüber Flüchtlingen und jeglichen Minderheiten transparent machen und lautstark die Verantwortung einfordern, die sich aus  der deutschen Außenpolitik und dem Konstrukt der sicheren Herkunftsländer ergibt.

Fühlt euch dazu eingeladen uns zu schreiben, Empowerment zu zeigen um die aktuelle Situation zu verändern. 

Wir halten euch auf dem Laufenden. Der Kampf geht weiter!

 

 Was hat das Bistum für die Geflüchteten aus dem Dom getan?

Nachdem die Länder des Balkans zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt wurden, werden Asylbewerber_innen, viele von ihnen Roma, als Antragsteller_innen zweiter Klasse behandelt. Die Asylverfahren sind verkürzt, die Anträge werden zu fast 100% abgelehnt, sie werden in speziellen Lagern (Ingolstadt & Bamberg) untergebracht, gefangen in verschärfter Residenzpflicht. Die Lager sind ausgerichtet auf schnelle Abschiebung.

 

 


Die Abgeschobenen erwartet in Kosovo oder Serbien keine Perspektive auf Leben, allenfalls auf ein Überleben jenseits von Humanität. Initiativen wie WHO und AMNESTY berichten, dass die durchschnittliche Lebenserwartung von Roma auf dem Balkan deutlich geringer ist, als die von anderen Bürger_innen dort und anderen Europäer_innen. Dies liegt nicht nur an der Armut, die sie selbst nicht wählen, in die sie aber getrieben werden. Sondern auch daran, dass das Töten von Roma (oft durch die Polizei selbst) gesellschaftlich und politisch toleriert ist. Es werden Menschen, geflohen aus Jugoslawien, jetzt in Länder abgeschoben, die damals noch gar nicht existierten – nach der Abschiebung wird ihnen keine staatliche Zugehörigkeit zugestanden, von Niemandem!
Nicht ohne Grund versuchen viele Menschen dieser Situation durch Migration zu ent-kommen – sie flüchten vor dem Tod.

In der Bibel steht:
"Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan."
Matthäus 7:7

Das Bistum Regensburg hat Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch gestellt. Es gibt der deutschen Polizei damit grünes Licht, sie in die Lager zurückzubringen, die laut der Regierung Oberfranken selbst, dazu da sind, Menschen vom Balkan zu „konzentrieren“. Es gibt damit der deutschen Polizei Zugriff, sie in Abschiebehaft zu nehmen und sie in den Tod abzuschieben.
Doch die letzten Tage wurden die Geflüchteten zunächst mürbe gemacht: Wer versucht ihnen Essen und Trinken zu bringen wird auf Order des Bistums vom Sicherheitsdienst daran gehindert. Den Erwachsenen wird der Zugang zu den Duschen verboten. Das Bistum agiert mit der selben Taktik des Staates. Dieser zwingt zur „freiwilligen“ Ausreise, jenes dazu, dass sie „freiwillig“ aufgeben öffentlich – an uns alle – die Forderung nach Menschlichkeit zu stellen.
Das Bistum ließ die Türen zum Pfarrheim entfernen, sie, die Schutzsuchenden, stehen bald ohne jeden Schutz – ohne Schutz vor Schlimmerem als vor der Kälte der Nacht – da.

Michael Fuchs schreibt:
„kein Kirchenasyl, sondern Hilfe zur Rückkehr.“

Übersetzt heißt das: Hilfe zur Abschiebung.

Die Menschen aus dem Pfarrheim fordern, dass sie dieses eigenständig ohne Polizeieinsatz verlassen können und ein dauerhaftes Bleiberecht!
Alle bleiben!
Mehr Infos:
https://nodeportation.net/ http://www.alle-bleiben.info/  

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!UNTERSCHREIBT DIE PETITION!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
https://www.change.org/p/bistum-regensburg-bleiberecht-protest-der-gefl%C3%BCchteten-in-regensburg-dombesetzung-pfarrheim?recruiter=41558458&utm_source=share_for_starters&utm_medium=copyLink

Am Wochenende war das Team von Roma-Art-Action in der Flüchtlingsunterkunft auf der Hülsenbruchstr. in Altenessen. Dort werkelten die Bewohner, Besucher begleitet von Künstlern und Helfern an ihren Bildern im Sand. Mit vielen schönen Bildern und Diskursen über die Vergänglichkeit dieser Bilder wurde das Projekt am So. der Öffentlichkeit präsentiert.

Hier ein kurzer Eindruck über die Aktion:


Wenn ihr aus Nürnberg gemeinsam mit anderen zum Solidarity 4 All Camp in Bamberg reisen wollt, könnt ihr zum Zug-Treffpunkt kommen: Am Donnerstag, den 04.08.16 um 10:15 Uhr in der Osthalle des Nürnberger Hauptbahnhofs.

If you want to travel to the Solidarity 4 All Camp from Nuremberg to Bamberg together with others you can come to our meeting point: Thursday 4 August 10:15 am in East Hall ("Osthalle") of the main station Nuremberg.

Seit letzten Herbst gibt es in Bayern – in Bamberg und Manching – die ersten Sonderlager, in denen vor allem Menschen aus sog. sicheren Herkunftsstaaten isoliert untergebracht, durch ein verkürztes Asylverfahren geschleust werden, um dann möglichst schnell wieder abgeschoben zu werden.

Wir wollen Anfang August gegen die massiven Asylrechtsverschärfungen, gegen Sonderlager und Abschiebungen mit einem Protestcamp vor dem Abschiebelager in Bamberg protestieren.

In der derzeitigen politischen Atmosphäre, in der Rassismus und Asylrechtsverschärfungen Hochkonjunktur haben, halten wir es für wichtig, dem einen starken antirassistischen Widerstand entgegenzusetzen und würden deshalb gerne möglichst groß für das Protestcamp mobilisieren.

Also, haltet euch das Datum frei, kommt nach Bamberg und unterstützt zahlreich den Protest gegen rassistische Asylgesetze und Abschiebungen!

Das Abschiebelager in Bamberg auf einem ehemaligen Militärgelände ist neben Manching das „Vorzeigeabschiebelager“ in Bayern und Deutschland. Zur Zeit werden dort ca. 1500 Personen aus sog. Sicheren Herkunftsstaaten untergebracht; von dort aus werden sie abgeschoben oder zur „freiwilligen Ausreise“ genötigt. Im Moment sind viele Rom*nija aus den Balkanstaaten betroffen, nach den neusten Asylrechtsverschärfungen werden vermutlich Menschen aus Nordafrika oder Asylsuchende dazukommen, die Straftaten begangen oder gegen Mitwirkungspflichten verstoßen haben.

Die Menschen in diesen Lagern werden komplett isoliert, ihr Zugang zu Ärzt*innen, rechtlicher Beratung, Schulen oder sonstiger Unterstützung wird massiv erschwert, die Angst vor Abschiebungen täglich geschürt  – alles mit dem Ziel möglichst wirksamer Abschreckung und effizienter Abschiebungen!

Unsere Idee

Wir, einige antirassistische Gruppen aus dem Raum Bamberg/Nürnberg/München, möchten Kontakt zu den Menschen im Sonderlager aufbauen und gemeinsam durch das Camp im Sommer unseren Protest auf die Straße bringen!

Mit vielfältigen Protestaktionen und vor allem unserer Präsenz vor Ort und praktischer Solidarität mit den Betroffenen im Lager Bamberg wollen wir die Isolation brechen und ein antirassistisches Statement gegen Abschiebungen setzen!

Kontakt

Wir befinden uns gerade noch in den anfänglichen Planungen. Wenn ihr euch aktiv beteiligen wollt, meldet euch bei: solidarity4all@antira.info.

Außerdem wird es in den nächsten Wochen einen Aufruf zur Aktion geben, den ihr zeichnen und verbreiten könnt.

NO DEPORTATIONS! NO DEPORTATION CAMPS! FREEDOM OF MOVEMENT!

 

Protest an der ZAB-Bielefeld  "ZAB schließen statt abschieben!"

Bewegungsfreiheit statt Abschiebelager! Jeder Fluchtgrund ist legitim!

Am Samstag, 02.04.2016 versammelten sich zahlreiche Menschen um gegen die unmenschliche Asylpolitik und für die Schließung der zentralen Ausländerbehörde (ZAB) in Bielefeld zu demonstrieren. Der Demonstrationszug versammelte sich um 14 Uhr am Hbf in Bielefeld und nahm begleitet von vielen Redebeiträgen ihren Weg auf, zum ZAB.

Zentrale Kritikpunkte der Demonstration waren die Einführung der schnellen Asylverfahren im Dezember 2015, die Konstruktion der sicheren Herkunftsstaaten und die Gefahr durch Nationalismus. Durch das beschleunigte Asylverfahren, welches das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erprobte, soll innerhalb einer 2 Tagesfrist über Asylanträge entschieden werden. Nach der Registrierung und erkennungsdienstlichen Erfassung der Geflüchteten wird den Antragsstellern die Möglichkeit gegeben in einer mündlichen Anhörung ihre Flucht- und Asylbegründungen vorzutragen. Im Anschluss werden die Geflüchteten zum benachbarten BAMF weitergeschickt in der mittels einer Fingerabdruckserfassung der Fluchtweg und die Zuständigkeit anderer Länder ermittelt wird. Die Entscheidung über den Asylantrag soll binnen einer 2 Tagesfrist gefällt werden und durch das Rückkehrmanagement der Behörden weiterbehandelt werden. Viele der Geflüchteten werden innerhalb kürzester Zeit in Sammelabschiebungs-Lagern zusammengefercht, von der Außenwelt abgeschirmt und durch das Personal der Behörden auf die Rückkehr in ihr vermeintlich "sicheres Herkunftsland" vorbereitet. 

Der erste Eindruck nach dem Ankommen an der ZAB Bielefeld erinnert stark an ein JVA Gebäude. Umgeben von hohen mit Stacheldraht gesäumten Zäunen weckt das Gebäude des ZAB sofort ein mulmiges Gefühl. "Fehlen nur noch Wachtürme und Soldaten" scherzen wir und bemerken schon das Sicherheitspersonal und die vielen Kameras, die uns argwöhnisch auf unserem Weg folgen. Fast surreal wirken diese Gebäude, als müssten sich die Behörden vor der Realität abschirmen und schützen. Als die Demonstration die ZAB erreicht hat sich bereits ein enormes Polizeiaufgebot versammelt um Eskalationen der friedlichen Demonstranten vorzubeugen. Natürlich verlief die Demonstration friedlich.

Es stellt sich uns die Frage, ob die deutsche Gründlichkeit von Heute nicht die Gesellschaft von    Morgen gefährdet. Eine Gesellschaft in der Frieden und Toleranz die Grundlagen des Miteinanders legen. Bei einer Zahl von 1,1 Millionen nach Deutschland Geflüchteten (2015/Easy-Liste) die durch Lager- und Verwaltungsmaschinerien Deutschlands wandern führt sich die Perspektive einer Gesellschaft von morgen ad absurdum und tritt die Würde und das Streben der Menschen nach Freiheit und Frieden mit Füßen.

Die Demonstration in Bielefeld zeigt uns jedoch auch, dass nicht alle Menschen in diesem Land einer kollektiven Ohnmacht anheim fallen, gemeinsam auf die Straße gehen um für einen menschenwürdigen Umgang der vielen Flüchtlinge zu kämpfen. Die Konstruktion sicherer Herkunftsstaaten muss einer realistischen Einschätzung der Bedingungen in den Ländern weltweit, in denen Gewalt, Elend und Armut regieren weichen. Die Flucht von Millionen Menschen, bringt die ersten Steine der "Festung Europa" zum bröckeln und sendet ein Zeichen die Augen nicht mehr zu verschließen und etwas für eine Welt in Frieden und Gerechtigkeit zu tun.

Beschleunigte Asylverfahren, Sammelabschiebungs-Lager und das Umherschieben von Menschen zwischen europäischen Behörden im Zuständigkeitskampf der verwalteten Welt ist sicherlich kein Weg zur Bereitung der Gesellschaft von morgen.


 

KUNDGEBUNG ANLÄSSLICH DES ROMADAY
08 | 04 | 16 // 12 UHR  // SIMSONWEG | 10557 BERLIN

 

Solidarität mit den Sinti und Roma Europas

Sinti und Roma – Europas größte Minderheit – erleben in ganz Europa Vorurteile, Ausgrenzung und Benachteiligung. Dieser Rassismus hat in den vergangenen Jahren europaweit eine neue Dimension erreicht. Auch in Deutschland sind die seit vielen Generationen hier beheimateten Sinti, die in den letzten Jahrzehnten zugewanderten und die derzeit asylsuchenden Roma Antiziganismus in allen Lebensbereichen ausgesetzt. In der Mehrheitsgesellschaft gibt es bisher praktisch keine Fürsprecher. Es sind vor allem Angehörige der Minderheit selbst, die auf den Antiziganismus und dessen schwerwiegende Folgen hinweisen. Es ist jedoch unser aller Aufgabe roma- und sintifeindliches Denken und Handeln zu benennen, zu verurteilen, und den Betroffenen unsere Solidarität auszusprechen.

  © und Foto:Thomas Bruns


Bekunden auch Sie Ihre Solidarität und unterschreiben Sie den Aufruf unseres Bündnisses.

Ihre Stimme zählt!

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Carnival Al-Lajiìn_Al-Lajiàat / Karneval der Geflüchteten am 20.03.2016 Berlin

 

Das Bündnis My Right Is Your Right! ruft auf zum Carnival Al-Lajiìn_Al-Lajiàat / Karneval der Geflüchteten am Sonntag, 20.03.2016
Anlässlich des Globalen Aktionstags gegen Rassismus ruft das Bündnis My Right Is Your Right! zum Carnival Al-Lajiìn_Al-Lajiàat / Karneval der Geflüchteten am Sonntag, den 20.03.2016 um 12 Uhr am Platz der Luftbrücke, auf. My Right Is Your Right!, ein Bündnis von Geflüchteten, Berliner Theatern, Aktivist*innen, Jurist*innen, Kirchenvertreter*innen, Vereinen, Gewerkschafter*innen, Nachbarschaftsinitiativen, Einzelpersonen und anderen Gruppen, schließt sich damit dem Aufruf des selbstorganisierten Theaterkollektivs Refugee Club Impulse an und werden gemeinsam mit Allen, die den Widerstand feiern wollen, vom Platz der Luftbrücke bis zum Spreewaldplatz ziehen.

Gemeinsam wollen wir die widerständige Tradition des Karnevals wiederbeleben: Einst wurden auf dem Karneval die gesellschaftlichen Verhältnisse demaskiert und zum Tanzen gebracht. Der Karneval setzte eine Kultur des Lachens und des kreativen Widerstands gegen die herrschenden Strukturen. Mit Performances, Tänzen, Masken, Kostümen, Flashmobs, Musik und Redebeiträgen wollen wir genau das tun. Es wird ein Fest für unsere vielfältigen Kämpfe, Forderungen und Ideen!
In Zeiten, in denen aufgrund der unmenschlichen Grenzpolitik der EU täglich Menschen sterben, die Bundesregierung das Recht auf Asyl vollkommen aushöhlt, das Land Berlin Geflüchtete in Massenunterkünften weiter isolieren will und ein rassistischer Mob durch Deutschland zieht, wollen wir mit dem Karneval gemeinsam ein starke politische Aussage vermitteln: My Right Is Your Right!

Roma-Art-Action bei der international Conference of Refugees & Migrants


Mit vielen Eindrücken, vielen Karten in der Tasche und begeistert von der guten Organisation kehrten wir von der ICORM zurück. Die Konferenz bot vielen Menschen einen Raum für Solidarität, Aufklärung und konkrete Hilfsangebote wie bspw. das Law Center und zahlreiche Seminare und Workshops rund um die Themen Kultur, Antrassismus und aktuelle Informationen und Statements über Grenz- und Asylpolitik.

Solidarität sprengt Grenzen!


Doku über abgeschobene Roma-Brüder feiert Kino-Premiere

Foto: Sebastian Konopka / FUNKE Foto Service

Die Geschichte ihrer Abschiebung ist jetzt Filmstoff: Die Brüder Kefaet (links) und Selami Prizreni vor der Premiere von „Trapped by Law" im Astra. Kinopremiere: „Trapped by Law“ schildert die Odyssee der Roma-Brüder Prizreni vom Balkan zurück nach Essen. Debatte über Perspektiven der Geduldeten.

Vier Jahre, neun Monate, sechs Tage haben Selami und Kefaet Prizreni auf ihrer langen Odyssee vom Balkan zurück nach Essen darum gekämpft, Gehör für ihr Anliegen zu finden. Es gab Vertröstungen, Enttäuschungen... (mehr)

Stiftungen wollen positive Energien im Quartier erzeugen

Damit hatten die Veranstalter der Essen-Preview des Dokumentarfilms „Trapped by Law“ im Astra Theater nicht wirklich gerechnet. Das restlos „ausverkaufte“ Kino hätte gestern wohl zweimal gefüllt werden können. Ein Erfolg für die RWE Stiftung und die Stiftung Mercator, die mit dem Film des kosovarischen Filmemachers Sami Mustafa eine Projektreihe starteten, mit der in schwierigen Ruhrgebiets-Quartieren wie der Essener Nord-City positive kreative Energie erzeugt und so die Integration gefördert werden soll... (mehr)


Fotos: Frank Vinken


 Free Hikmet Prizreni a.k.a Prince-H


Am 09.10.2015 wurde Hikmet Prizreni in Essen verhaftet. Bei einem Amtsbesuch mit seinem Bruder Kefaet rief die Sachbearbeiterin insgeheim die Polizei und er wurde von den Beamten festgenommen.

Hikmet ist seit 27 Jahren Jahren in Deutschland und setzt sich bundesweit mit seiner Musik und politisch für Menschenrechte ein. Leider lief sein Leben nicht immer geradlinig, so wurde er 2013 wegen eines BTM Delikts für 3 Jahre zu Bewährung verurteilt.

"Ich sehe ein, dass ich Fehler gemacht habe. Doch nenne mir einen Menschen der nie Fehler macht. Ich weiß nur nicht warum ich Angst haben muss, um für meine Fehler zu büßen, in ein Land abgeschoben zu werden, was ich nicht kenne und wo ich als Roma nicht sicher leben kann "

Ich bin 1981 im Kosovo geboren, in Pristina. Als ich 7 Jahre alt war, sind meine Eltern mit mir und meinem jüngeren Bruder nach Deutschland geflohen. Als ich 13-14 Jahre alt war, fing ich an zu tanzen und Musik zu machen. Ich habe in meiner Freizeit hart trainiert und hatte viele Auftritte. 

Im Jahr 2000 habe ich eine Maßnahme zum Veranstaltungstechniker bei »Ethno Art Ruhr« gemacht. Dort habe ich Veranstaltungstechnik gelernt und habe diverse Kurse in Büroorganisation absolviert. Ich hatte dort ein eigenes Büro und war für die Förderung der Hip-Hop-Kultur zuständig. Somit habe ich die Netzwerke der Hip-Hop Jugend in Rap, Gesang und Tanz, gefördert. 4 Jahre lang war ich dort beschäftigt. 

Im Rahmen dieser Tätigkeit (2004/2005) leitete ich zusätzlich eine Arbeitsgruppe in der Gesamtschule Holsterhausen und gab dort ein Jahr lang Tanzunterricht für die Schüler und Schülerinnen. 2007 machte ich einen Deutschen Vizemeister und den 4. Platz in der Weltmeisterschaft für Electric Boogie und Hip-Hop-Tanz. 

Mit meinem Bruder plante ich den Durchbruch mit unserer Musik. Dann kam ein starker Schicksalsschlag und meine Brüder wurden in den Kosovo abgeschoben. Unsere Pläne froren genauso wie die Musik ein.


Ich ging noch mal mit 29 Jahren zur Volkshochschule, um meinen Realschulabschluss nach zu holen und habe nebenbei Vollzeit gearbeitet, um meine Brüder im Kosovo zu unterstützen. Aufgrund meiner persönlichen Situation und der hohen Belastung, unter der ich nach der Abschiebung meiner Brüder stand, konnte ich meine Ziele nicht mehr verfolgen. Jedoch habe ich und tue es immer noch, mich für Jugend, Zivilcourage und Menschenrechte eingesetzt, bin auf Charity-Veranstaltungen und für Menschenrechte aufgetreten. Das tue ich aus Überzeugung, weil ich ein Fremder im eigenen Herkunftsland bin und dort nicht willkommen wäre. In Deutschland bin ich zuhause, aber auch nicht willkommen weil man mich jetzt nach 27 Jahren Aufenthalt in Deutschland abschieben will.

Im April sollte Hikmet abgeschoben werden. Dank seiner Öffentlichkeitsarbeit hat er es vorerst geschafft, hier bleiben zu können. 

 

 

Unterzeichnet bitte die Petition um für das Bleiberecht von Hikmet, Kefaet und Selami zu kämpfen!

Klickt einfach auf Petition unterzeichnen um uns zu unterstützen.

Solidaritätskonzert Free Hikmet now am Di. 22.12. im SO36 in Berlin


Mythos ,,sichere" Herkunftsstaaten & Asylrechtsverschärfung





Demonstration am Samstag 14.11.2015 mit K.A.G.E in Hamburg

Wow....


Gut 10000 Menschen gingen gemeinsam am Samstag auf die Strasse und drückten ihre Solidarität für die vielen Flüchtlinge und Langzeitgeduldeten in UNSEREM Land aus. Die Demo in Hamburg hat ein klares und deutliches Zeichen gegen die absurde deutsche Asylpolitik gesetzt!!! 

Die Forderungen der vielen Menschen lauten: 

Gemeinsam legten 10.000 Menschen eine Schweigeminute für die vielen auf der Flucht gestorbenen und bedrohten Menschen ein und gedachten so auch den schlimmen Ereignissen in Paris und Beyrut.

 

Viele Initiativen & Organisationen (u.a. Romano Jekhipe, Lampedusa, Roma-Art-Action, alle bleiben) unterstützten Nevermind the Papers bei der Realisierung der Demonstration. Unsere Band K.A.G.E. und die Hamburger Jungs von Johnny Mauser unterstrichen musikalisch den Protest mit ihrem Auftritt.


 


 


Für die Rechte aller Menschen, die hier leben! Für angemessenen Wohnraum! Für Bewegungsfreiheit, über Grenzen hinweg! Und für das Recht zu Bleiben! Yalla Yalla – kommt mit uns gemeinsam am 14. November auf die Straßen Hamburgs! 




Am 09.11.2015 rief die Organisation *Zukunft der Roma* alle Roma und nicht Roma Organisationen, alle deutschen Organisationen so wie alle Mitbürger Deutschlands zur Mithilfe beim gemeinsamen Widerstand gegen die inhumane Deportation der Roma in die so genannten sicheren Herkunftsländer, um diese zu unterbinden b.z.w sofort zu stoppen .
In diesen so genannten sicheren Ländern besteht keine sichere Rechtslage, die den Roma dort eine Integration ermöglicht, aufgrund des diskriminierenden Verhaltens der einzelnen Staaten.

Etwa 400 Menschen marschierten dann zum Landtag, um ein entsprechendes Schreiben an eine Abgeordnete der Grünen zu übergeben. Dazu gab es eine sehr bewegende Zwischenkundgebung an der Berger Kirche, an der Platzbedingt nur etwa 50 Menschen teilnehmen konnten.